Capital I „Marktüberblick, 3. März 2026“
Kyle Rodda, Senior Financial Market Analyst, bei capital.com
- •Die Märkte schwanken, während Händler die Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten verarbeiten.
- • Die Inflationssorgen nehmen zu, ausgelöst durch steigende Ölpreise und robuste US‑Industriedaten.
Investmentfonds.de | Die Märkte behandeln den Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran als einen bedeutenden, aber relativ beherrschbaren und vermutlich kurzfristigen Angebotsschock. Die Volatilität war gestern deutlich erhöht. Die stärksten Auswirkungen zeigten sich an den Energiemärkten, wobei die größten Abwärtsrisiken bei Vermögenswerten lagen, die direkt von höheren Energiepreisen betroffen sind. Aktienmärkte und Währungen von Ländern, die Netto‑Energieimporteure sind – und somit die Kosten des Preisschocks tragen, ohne von höheren Preisen zu profitieren – gaben nach. So stürzte der DAX ab und der Euro fiel im europäischen Handel; in Asien gaben der Nikkei und chinesische Indizes nach, und der Yen rutschte ebenfalls ab. An der Wall Street kam es nach einem anfänglichen Ausverkauf zu einer Erholung, und der US‑Dollar war erstmals seit einiger Zeit wieder der bevorzugte sichere Hafen. Der Greenback legte zudem aufgrund leicht gestiegener systemischer Risiken durch den Konflikt zu. Insgesamt behandeln die Märkte den Krieg jedoch als ein weitgehend lokal begrenztes und wahrscheinlich vorübergehendes Ereignis.
Das größte makroökonomische Risiko für die Märkte ergibt sich derzeit aus der Frage, wie stark höhere Ölpreise die Inflation und damit die Zinspolitik beeinflussen könnten. Der plötzliche Preisanstieg ließ die Renditen über die gesamte Zinskurve hinweg steigen; die Rendite der zehnjährigen US‑Staatsanleihe sprang um rund zehn Basispunkte nach oben – ausgehend von einem relativ niedrigen Niveau unter 4 Prozent. Die Ereignisse verstärken eine bereits bestehende Sorge am Markt, dass die Inflation – zumindest in den USA – hartnäckiger sein könnte als erwartet. Die gestrigen Industriedaten zeigten eine Zunahme der Aktivität im vergangenen Monat, begleitet von einem deutlichen Anstieg der Preisunterkomponente. Gleichzeitig verdichten sich die Schätzungen für die PCE‑Daten im Januar nach den jüngsten CPI‑ und PPI‑Veröffentlichungen. Die Erwartungen an der Wall Street bewegen sich zunehmend in Richtung einer Kerninflation von etwa 3,1 Prozent, und die Zinskurve hat sich entsprechend verlängert – jene fast drei Zinssenkungen, die noch vor einem Monat für 2026 eingepreist waren, sind inzwischen praktisch verschwunden.
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