Köln, den 19.07.2010 (Investmentfonds.de) - Den Aktienmärkten fehlen Impulse,
an den Bondmärkten herrscht Zinsarmut. Zwei mögliche Lösungen.
Wer sich die aktuellen Renditen an den Anleihemärkten anschaut, könnte glauben,
dass sich die Industrienationen allesamt in der Rezession befinden. 2,9 Prozent
für 10-jährige US-Treasuries – das passt genauso wenig zu dem in 2010 erwarteten
US-Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent wie die 2,5 Prozent Rendite 10-jähriger
Bundesanleihen zu dem boomenden deutschen Arbeitsmarkt. Spielen die Märkte
verrückt? Nein, die Zinsarmut ist zum einen der Flucht in sichere Häfen geschuldet,
zum anderen nimmt sie eine deutliche Abschwächung des Wirtschaftswachstums vorweg.
Der bereits ausgemachte Bremsklotz: Fiscal tightening. Die Sparprogramme zahl-
reicher Industrienationen schlagen auf die Börsen durch. Während die Aktienmärkte
sich von der Fast-Pleite der Griechen noch wenig beeindruckt zeigten, und auch
die im Frühjahr geäußerten Zweifel an der portugiesischen Kreditwürdigkeit nur
für ein paar Stunden irritierten, haben milliardenschwere Sparpläne eine höhere
Durchschlagskraft. Das alte Argument, die Probleme der Staaten seien nicht die
Probleme der Unternehmen, ist durch drohende Steuer- und Abgabenerhöhungen passé.
Einfache Antwort
Das bereits vor Monaten von der DWS gepriesene Rezept gegen das Malheur ist hingegen
aktueller denn je: Dividendenpapiere erfreuen dank Ausschüttungen selbst in Phasen
ohne nennenswertes Wirtschaftswachstum. Und Zinsjäger können dort fündig werden,
wo Staatsbankrott aufgrund einer durchschnittlichen Bruttoverschuldung von lediglich
40 Prozent des BIP aktuell kein Thema ist: in den Emerging Markets.
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